Im Visier des weißen Stockes 5-2017 (Onlineversion)

erhältlich als: Schwarzdruck - Punktschrift - Audio-CD - Diskette - E-Mail

Herausgeber:
Weißer Stock e.V.
Beratungsstelle für Blinde und Sehbehinderte

Rosenhof 4, 09111 Chemnitz

WIR SIND FÜR SIE DA:

Montag 9 – 12 Uhr
Dienstag 9 - 12 und 14 - 17 Uhr
Mittwoch 9 - 12 und Donnerstag 13 - 15 Uhr
sowie nach Vereinbarung

Beratungsstellenleiterin: 0371 – 7 00 96 73
Begleitungen: 0371 – 7 00 96 74

In Zusammenarbeit mit dem Blinden- und Sehbehinderten Verband Sachsen e.V.
BSVS e.V.: 0371 – 7 00 89 779
Sprechzeit: Do 11 – 15 Uhr
(letzter Do im Monat 13 – 17 Uhr)

Ihre Beiträge für die nächste Ausgabe sind stets herzlich willkommen! Redaktionsschluss ist der: 15. November.


Inhaltsverzeichnis


Spendenlauf

Bis weit nach Mitternacht schweißte unser Techniker Uli, um den Tandemtransport zum Spendenlauf am 16. September zu sichern. Doch nun ist ein jahrelanger Traum Wirklichkeit geworden. Mit seinem Auto können jetzt neun Tandems transportiert werden. Zahlreiche Läufer sind zum Spendenlauf mit dieser Dampflok um die Wette gerannt. 25 von ihnen haben die Lok besiegt. Da hat auch die Schalmeienkapelle aus Steinbach, die von einem Wagen aus die Dampflok mit ihrer Musik anfeuerte, nichts geholfen. Auch mehr als 30 Wanderer und Tandemfahrer unserer Kreisorganisation waren vor der Dampflok am Ziel. Aber zugegebenermaßen waren sie auch eher gestartet.

Treffen mit der Volkshochschule

Die Zusammenarbeit mit der Volkshochschule hat bereits Tradition. So haben in der Vergangenheit Vertreter unserer Kreisorganisation in verschiedenen Kursen Möglichkeiten des freiwilligen Engagements in unserem Verein vorgestellt. Auch bei der Weiterbildung zu Themen der ehrenamtlichen Arbeit waren Vertreter unserer Kreisorganisation dabei. Im Oktober und November wird es in der Volkshochschule unseren Brailleschriftkurs geben, den Rita Gerstenberger, Dr. Thiele und Uwe Wiedemann durchführen. Ende August hat sich der Vorstand der Kreisorganisation Chemnitz/Stollberg mit der Inklusionsbeauftragten der Volkshochschule Frau Günther getroffen, um über die weitere Zusammenarbeit zu sprechen. Neben der Barrierefreiheit des tietz insgesamt, der Räume der Volkshochschule und der Raumänderungspläne ging es um spezielle Kurse für blinde und sehbehinderte Menschen, um den Zugang zu Sprach- und Kochkursen, um Möglichkeiten für blinde Migranten Deutsch zu lernen und um Kurse, die Sehende für die besondere Situation Blinder und Sehbehinderter sensibilisieren können.

Stadt Land spielt

Zum 5. Mal hat unsere Kreisorganisation im September zum Spielen eingeladen. Es hieß wieder "Stadt Land spielt - wir spielen mit". Aus Dresden, Döbeln und Chemnitz waren Spieler ins Umweltzentrum auf der Henriettenstraße gekommen. Erstmals spielten wir in diesem Jahr die 3D-Variante von Ubongo, einem Spiel, das puzzeln und Geschicklichkeit verbindet. Das Schlangenspiel, vielen auch als Leiterspiel bekannt, wurde nach indischen Regeln gespielt und mit Kauri-Schnecken ausgewürfelt. Auch verschiedene Kartenspiele kamen auf den Tisch. So suchten wir nicht nur nach Stadt, Land und Fluss, sondern auch nach was durchsichtigem, klebrigem oder nach etwas essbarem. Das Merkvermögen wurde bei dem Spiel Mega Meals auf die Probe gestellt und der Wortschatz bei dem Kartenspiel Wortfix geprüft. Da diesmal Spiele aus aller Welt auf dem Programm standen, wurde auch das Stichspiel Spar aus Ghana ausprobiert. Am Rande gab es zahlreiche Gespräche, zum Beispiel darüber, wie man adaptierte Spiele nutzen kann, um die Sinne sehender Kinder zu schulen und Kinder für das Leben blinder Menschen zu sensibilisieren. Auch über die Wichtigkeit des Erlernens der Brailleschrift wurde gefachsimpelt. Im nächsten Jahr wird es dann vom 7. bis 9. September wieder ein Spielewochenende in der Villa Rochsburg geben.

Weihnachtsveranstaltungen

Der Vorstand beginnt jedes Jahr bei der Auswertung der Weihnachtsveranstaltungen des vergangenen Jahres bereits mit den Planungen für das nächste Jahr. Das war auch in diesem Jahr so. Inzwischen stehen die Termine und die meisten Programmpunkte für 2017 fest. Die traditionelle Weihnachtsfeier im Bräustübl in Reichenbrand findet in diesem Jahr am 3. Dezember statt. Für ein kleines Weihnachtsprogramm ist gesorgt. Am 10. Dezember geht es mit dem Bus ins Preßnitztal. Dort fahren wir mit der Preßnitztalbahn und kehren in Steinbach in die Gaststätte Wildbach ein. Anschließend geht es auf den Marienberger Weihnachtsmarkt. Natürlich gibt es auch in diesem Jahr das Keksebacken und das Weihnachtsbasteln.

Drohende Schließung der Blindenschule in Tibet

Wie vermutlich einige in den Medien gelesen haben, droht der Blindenschule in Tibet, die von Sabriye Tenberken gegründet wurde, die Schließung. Auch Mitglieder unserer Kreisorganisation haben sich bemüht, dabei zu helfen, dass diese Schließung verhindert wird.

Im Ergebnis dieser Bemühungen hat der Chemnitzer Bundestagsabgeordnete Frank Heinrich sich an das Auswärtige Amt gewandt. Aus dem Antwortschreiben geht hervor, dass die deutsche und die niederländische Botschaft sowie die EU-Vertretung in China, sich mit den zuständigen Behörden und dem chinesischen Behindertenverband in Verbindung gesetzt haben, um die Schließung zu verhindern. Staatssekretär Ederer hat auch mit dem chinesischen Botschafter in Deutschland über das Thema gesprochen. Durch die Aktivitäten, so das Auswärtige Amt, sei Bewegung in die Angelegenheit gekommen. Wir hoffen, diese Bewegung verhindert die Schließung eines Projektes, das blinde Menschen in vielen Ländern ermutigt hat, ähnliche Projekte zu wagen.

Übertragung Olympische Spiele

Die öffentlich-rechtlichen werden nun doch von den folgenden Olympischen Spielen berichten. Bei der nächsten Winterolympiade zwar sehr eingeschränkt, aber dann wieder mehr. Wir hoffen, dass dann die Standards, die ARD und ZDF bei der letzten Olympiade mit ihrer Audiodeskription gesetzt haben, wieder greifen.

Tag der Begegnung in Schwarzenberg

Am 26. August waren wir mit unserer Tischballplatte in Schwarzenberg und konnten dort diesen schönen Sport vorstellen. Auch die Kreisorganisation des Erzgebirgskreises und das Mobil von Blickpunkt Auge waren Vorort. Wer noch nie Tischball gespielt hat, kann gerne zu einer unserer Tischball-Veranstaltungen ins Umweltzentrum kommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Intensivlehrgang in Orientierung und Mobilität

Das Sächsische Rehanetz bietet vom 04. bis 16.02.2018 erneut 6- bzw. 12tägige Einzelschulungen für blinde und sehbehinderte Menschen mit einer Netzhauterkrankung an. Ziel ist das Erlernen des sicheren Umgangs mit dem Langstock und ergänzenden Hilfsmitteln sowie die optimale Nutzung des vorhandenen Sehvermögens. Die Teilnehmer und Rehalehrer wohnen während des Kurses in der Jugendbildungsstätte am Rand der Dresdener Heide. Noch sind Plätze frei. Wer Interesse hat, den bitten wir um schnellstmögliche Rückmeldung in der Beratungsstelle. Telefon: 0371- 700 96 73

Projekt Fü(h)r mich - Ein Hinweis in eigener Sache

Unser Angebot zur Begleitung besteht nun bereits seit 3 Jahren. In dieser Zeit hat sich das Team der Assistenten stetig verändert. Aus persönlichen Gründen schieden einige freiwillige Helfer bereits wieder aus, andere kamen neu hinzu. Zurzeit sind 10 Begleitassistenten/innen im Einsatz. Jeder von ihnen entscheidet individuell, mit wieviel Zeitaufwand er sich in unserem Projekt engagieren möchte. Daher ist mancher nur an bestimmten Tagen oder zu bestimmten Zeiten aktiv. Um ausreichend Zeit für die Vermittlung zu haben, bitten wir darum, dass die Begleitanfrage mindestens 3 Wochentage vor dem gewünschten Termin bei uns eingeht. Wir sind stets bemüht, Ihren Wünschen zu entsprechen, wobei nicht immer eine unmittelbare Absprache möglich ist. Gründe dafür sind z. B., dass diese nur während unserer Dienstzeiten erfolgt oder dass der/die betreffende Freiwillige nicht sofort erreicht werden kann. Grundsätzlich können Anfragen gestellt werden, sobald ein Begleitwunsch besteht. Dazu erlauben wir uns den Hinweis, dass eine Anfrage nicht automatisch eine Zusage bedeutet. Vielen Dank für Ihr Verständnis.

Gern nehmen wir auch weiterhin Ihre Anfragen entgegen:

Erlebtes: Besuch bei den Inklusionstagen im smac

Am 26. Und 27. August waren alle Chemnitzer eingeladen, bei freiem Eintritt die barrierefreien Angebote des Sächsischen Archäologiemuseums (smac) auszuprobieren. Ich war mit einigen Mitgliedern des Chores Kaleidoskop dort, um die halbstündige Eröffnung der Inklusionstage musikalisch mitzugestalten. Es gab Grußworte von der Oberbürgermeisterin der Stadt Chemnitz, dem Landesbehindertenbeauftragten und der Sächsischen Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst. Die Museumsleitung würdigte u.a. die Mitwirkung des Vereins Weißer Stock e.V. an den barrierefreien Angeboten. Anschließend beschlossen die meisten Chormitglieder, sich noch ein wenig umzusehen. Dabei wurden wir gleich gebeten, uns beim Erkunden einiger Stationen für die Homepage des Museums fotografieren zu lassen. Wir untersuchten einige sehr schöne Tastmodelle, z.B. von Werkzeugen aus der Steinzeit, einer Nomadensiedlung oder einer Grabstätte. Das Leitsystem ist ein Kompromiss, der aus meiner Sicht wirklich gelungen ist. Es wurde an die Grafische Gestaltung des Fußbodens angepasst. Das bedeutet, die Rippenplatten verlaufen nicht schnurgerade, sondern immer wieder ein wenig kurvig. Sie zu verfolgen, hat mir einige Konzentration abverlangt. Es war aber gut machbar. Auch die Aufmerksamkeitsfelder waren gut zu erkennen. Den Audioguide habe ich ebenfalls ausprobiert. Die Bedienung erfolgte über ein android-basiertes Smartphone und funktionierte leider nicht gut. Es war schwierig, die aktuelle Station auszuwählen. Ich wurde jedoch darauf hingewiesen, dass dies noch nicht der fertige Audioguide war, sondern eine vorübergehende Lösung. Demnächst sollen Geräte kommen, die automatisch auf den Standort des Nutzers reagieren und die Ausführungen zur entsprechenden Station abspielen. Es gibt bereits eine App für den Audioguide namens Hearonimus, die auf iPhones oder Android-Handys installiert werden kann. Damit habe ich mich aber noch nicht beschäftigt. Den Guide gibt es auch in leichter Sprache und Gebärdensprache. Ich bin nicht sicher, ob ich mich ohne Hilfe durchs Museum bewegen könnte. Das müsste ich mit einem funktionierenden Audioguide noch mal versuchen. Ich habe nur die erste Ettage gesehen. Sie hat für blinde und sehbehinderte Besucher schon allerhand zu bieten. Ich denke, es lohnt sich und man kann dort echt viel Zeit verbringen. Im Foyer des Museums haben sich einige Vereine mit Ständen präsentiert. Hier konnte ich noch ein Experiment machen, das nichts mit Archäologie zu tun hat. Ich habe mich in einen Alterssimulationsanzug einpacken lassen. Es ist schon eine besondere Erfahrung, als junger Mensch das Körpergefühl eines Senioren nachzuempfinden. Mit Bleigewichten wird der Körper beschwert. Die Bewegungsfähigkeit der Gelenke wird eingeschränkt. Nach ein paarmal Auf- und Abgehen war ich schon ein wenig außer Atem. Das Hinsetzen und Aufstehen war echt nicht einfach. Durch die simulierte Griffunsicherheit und Höreinschränkung hatte ich das Gefühl, meine Umwelt wie durch Watte wahrzunehmen. Ich habe noch mehr Respekt davor bekommen, wie viel Kraft ganz alltägliche Verrichtungen im Alter kosten können.

Anja Voigt

12 Jahre Gesundheitswoche in Rochsburg

Dank Lilli Beckers Initiative wurde vor 12 Jahren die "Gesundheitswoche" ins Leben gerufen. Diese Themenwoche findet alljährlich neben zahlreichen weiteren, im Seminarcharakter stattfindenden Themenbereichen, in der Aurapension "Villa Rochsburg" des gleichnamigen Ortes, ihren Platz. Das thematische Spektrum der Gesundheitswochen war in all den 12 Jahren vielfältig gefächert und konnte Dank gut ausgewählter Referenten zur Zufriedenheit der Teilnehmer abgehandelt werden. Seit 2 Jahren bin ich als Seminarleiter für dieses Event verantwortlich. In diesem Jahr trafen sich 12 Teilnehmer aus 5 Bundesländern im Alter zwischen 60 und 85 Jahren zum Seminar. Es stand unter dem Motto "Vorbeugen ist besser als heilen". Dazu ließen sich unterschiedliche Themen mit dem entsprechend gutem Fachwissen der Referenten unterbringen. So wurden die Teilnehmer anfangs über die Bedeutung der Fascieen (Bindegewebe) informiert. Auch die Anleitung für bestimmte praktische Übungen zur Verbesserung oder Beseitigung verschiedener Störungen diesbezüglich fanden guten Anklang. Die Abhandlung dieses Komplexes wurde durch die Zusage der Pflegedienst- und Physiotherapieleitung des DIAKOMED-Krankenhauses in Hartmannsdorf möglich. Der unkomplizierte Vorgang erhält unsererseits eine hohe dankenswerte Anerkennung. Die Thematik wurde von drei fachkundigen Physiotherapeuten vermittelt. Der Dank gilt auch allen weiteren Mitarbeitern dieser physiotherapeutischen Abteilung, die den Einsatz ihrer drei Kollegen in ihrem Dienstablauf kompensieren mussten und so indirekt mit an diesem Projekt beteiligt waren. Hinsichtlich Konzentrations- und Gedächtnistraining wurde durch eine Mitarbeiterin der ergotherapeutischen Praxis "Gitter & Schwartz" aus Penig der notwendige theoretische Einblick mit den entsprechend möglichen praktischen Hinweisen und Anleitungen gewährt. Besonders anerkennend ist zu bemerken, dass unsererseits das Anliegen relativ kurzfristig an diese Einrichtung herangetragen wurde und dennoch von hier eine schnelle Zusage erfolgte. Die "Erste Hilfe", die auch für dieses Teilnehmerklientel eine Rolle spielen kann, wurde durch eine Vertreterin des DRK-Kreisverbands Werdau demonstriert. Diese Einrichtung hat bereits gute Erfahrungen im Umgang mit sehbehinderten und blinden Menschen. Im Komplex über erste Schritte beim herbeiholen von Hilfe bzw. bei möglichen eigenen Hilfeleistungsformen wurde theoretisch informativ und wissenswert referiert. Praktische Hinweise und entsprechende Übungen bei Wiederbelebungsmaßnahmen, stabilen Seitenlagen und das Anlegen von Verbänden rundeten die Thematik ab. Die Physiotherapie "Andrea und Enrico Glashagen" haben diese Gesundheitswoche, wie bereits in all den Jahren zuvor, vielfältig personell und räumlich wohlwollend unterstützt. In diesem Jahr waren auf Wunsch der Teilnehmer aus bewährten Gründen die Wassergymnastik im Sportzentrum Burgstädt, ein Training an Geräten in der Praxis selbst und neu im Plan ein Trommelworkshop verankert. Diese Unterstützung ist umso mehr anzuerkennen, da kurz vor den Einsätzen personelle Ausfälle kompensiert werden mussten. Ein weiteres Leitmotto stellte sich durch "gesund kochen - gesund essen" dar. Hier wurde theoretisch und praktisch auf entsprechende Merkmale des Kochens und des Verspeisens durch eine kundige und bewährte Hobbykraft aus eigenen Verbandsreihen hingewiesen. Dies trug dazu bei, dass die Teilnehmer, in 2 Gruppen aufgeteilt, unter fachgerechter Anleitung die mittägliche und abendliche lukullische Absicherung unter Beweis stellen konnten. Eine solche Betreuungs- und Schulungswoche findet immer nur ihre Abrundung, wenn der räumliche und vor allem der personelle Rahmen zum Gelingen beiträgt. Diese bewerten Merkmale sind Garanten und prägende Elemente für jahrelange Seminar- und Erholungsmaßnahmen in dieser Rochsburger Einrichtung. Für 2018 ist wiederum die "Gesundheitswoche", dann die "Dreizehnte", geplant. Die Einrichtung und ich als Seminarleiter hoffen auf keine Abergläubigkeit wegen dieser Zahl und würden uns freuen, wenn der Anklang wie bisher nicht nach läßt. Dann wird auch der vorbereitende und durchführende Aufwand mit Freude vorgenommen. Bei Interesse für eine Teilnahme verweise ich auf Anmeldungen bei der Rochsburger Einrichtung. Diese sollte möglichst relativ zeitig erfolgen, denn pünktliches anmelden bedeutet einen sicheren Platz, der nach Anmeldezeitpunkt vergeben wird. Hier ist auch das Programm der kommenden Gesundheitswoche Ende September 2018 zu erfahren. Teilnahmeninteressen können in jeder Altersgruppe bekundet werden. Denn Gesundheit ist in jedem Altersabschnitt wichtig.
Olaf Schmidt Seminarleiter

Kulturelles: Festkonzert 200 Jahre Singakademie Chemnitz

Howard Goodall - Every Purpose Under the Heaven (The King James Bible Oratorio) für Sopran Solo, Tenor Solo, vierstimmigen Chorund Orchester. Den Anlass zur Komposition des Oratoriums gab das 400-jährige Jubiläum der King James Bible im Jahr 2011. Das geistliche Werk erhielt seinen Namen nach dessen Auftraggeber König Jakob I. (King James) und wurde im Jahr 1611 erstmals veröffentlicht. Vergleichbar mit der Wirkung der Lutherbibel auf den deutschen Sprachraum, beeinflusste auch die King James Bible die Entwicklung der englischen Sprache maßgeblich. Sie ist heute die meist gelesene Übersetzung der Bibel in englischer Sprache. Die Bedeutsamkeit der King James Bible findet in Howard Goodalls Oratorium musikalische Würdigung. Der britische Komponist und Schöpfer bekannter Musiken für Film, Serien wie Mr. Bean, Musicals und zahlreicher sakraler Werke verarbeitet in stringenter Chronologie Themen sowohl aus Altem und Neuen Testament. Von der Schöpfungsgeschichte (In the beginning) bis zur Offenbarung (A new heaven, a new earth) verbindet er in zehn der bekanntesten und kraftvollsten Passagen die starke poetische, voll Spiritualität geladene Sprache mit leichten, melodischen Strukturen. Sie erwartet ein Oratorium, das in chorischer Vierstimmigkeit, Soli für Sopran und Tenor sowie interessanter Instrumentierung einem der kulturellen Meilensteine westlicher Zivilisation klangvoll Ausdruck verleiht.

Mitwirkende:
Singakademie Chemnitz e.V.
Julia Ebert - Sopran
James J.Kee - Tenor
Sebastian Richter - Bariton
QUIJOTE (Sabine Kühnrich, Ludwig Streng, Wolfram Hennig-Ruitz)
Erzgebirgische Philharmonie Aue
Leitung/Dirigent - Andreas Pabst

Termin: Samstag, 14. Oktober 2017, 17 Uhr in der St. Markuskirche, Körnerplatz, 09130 Chemnitz. Kartenverkauf:

Eintrittspreise:
Vollzahler: 18,50 €, Ermäßigt: 16,50 €, Azubis/Studenten: 10,00 € Kinder bis 12 Jahre haben freien Eintritt.